Weil ich eine woche urlaub habe, fahre ich am Freitag (den 13.!!) zusammen mit der Eileen richtung norden. Ziel: Maastricht (NL). Ich wurde die nächste tagen bei der familie verbringen, obwohl sie nicht wissen das ich komme. Erst sind noch 840 km zu fahren. Von IBK bis Frankfurt ist die durchschnittsgeschwindigkeit NUR 86 km/h!! Heute wird spät, die regen fängt ab IBK an und bis Frankfurt bleibt es nass. Auch der (rückreise)verkehr ist ein wahnsinn. Irgendwie denke ich, heute ist Freitag den 13. …..
Am abend bin ich endlich in Maastricht, und begrüße die Marion. Heute darf ich hier übernachten. Wie reden was, und erzähle nochmals mein vorhaben für morgen bzw. später. So, ab ins bed, weil in 4,5 stund geht der wecker. Gutennacht!
04:30 geht der wecker, schnell was essen und anziehen samt zusammenpacken. Ich fahre von Maastricht (NL) nach Liège (BE), ca. 30 km. Um 06:15 bin ich in Liège und treffe dort Joost und Stein. Die Eileen ist startbereit und wartet bis ich meine kaffee fertig habe.
Um punkt 06:30 fahren wir bei „Palais des Congres“ weg. Wir werden die nächsten stunden beschäftigt sein mit treten.
Das wetter passt soweit, für heute ist klares wetter angesagt, 20 bis 25 grad. Heute sollte die regen fern bleiben von uns und rest der welt. Wir fahren von Liège weg richtung süden. Der 1. anstieg macht sich nach 9 km schon bemerkbar (Côte de chambrelles, ca. 20%), aber oben denke ich wo bleiben die andere HM? Wir fahren weiter.
Da ich ohne startkarte mitfahren, bekomm ich bei der 1. labestation nach ca. 42 km. nichts zum essen. Gottseidank habe menge an müesliriegeln und andere kohlhydraten mit. Wir essen schnell was, und fahren weiter. Die landschaft ist schön, aber hier wohnen möchte ich nicht. Die toten hosen spielen besser !!???!!
Unterwegs habe ich glück, ich finde eine startkarte. Und bekomme ich bei der 2. Labestion was zum essen und zum trinken. Ich stempele die karte ab, und wir haben schon 94 km hinter uns. Irgendwann zähle ich die anstiegen nicht mehr, aber wir müssen jetzt noch 160km. Wir reden mit einander, und bringen so km nach km hinter uns. Ab kilometer 160, macht sich mein knie bemerkbar, scheisse. Ich frage Joost „wie weit noch?“ Er sagt „So 90….“ Danach frage ich „…… wenn…. Besenwagen?“
Wikipedia:
„Als Besenwagen wird das Fahrzeug bezeichnet, welches bei Fahrrad-Straßenrennen hinter dem Fahrerfeld herfährt und die Teilnehmer einsammelt, die das Rennen aufgegeben haben. Teilnehmer, die auf Grund von Erschöpfung, Krankheit oder einer Verletzung in den Besenwagen einsteigen, müssen gleichzeitig ihre Startnummer abgeben.“
Bekomme ich die antwort „Es gibt keine!“ Ich denke „super deswegen zahlt man hier nur 14 euro startgebühr“.
Bei labestation nummero 3, wieder stempelen, essen und trinken nachfüllen.
Danach fahren bei Côte de Wanne (13% durchgehend und 250HM) und Col du Stockeu (21% durchgehend und 200 HM) hinauf und die anstiegen fangen an zum nerven. Ich will heim, aber erst sind noch 60 KM zum fahren. Bei kilometer 200 haben wir die magische grenze erreicht wo wir nur noch das bier riechen können. Als abschluss steht noch Côte de la Redoute und Côte du Hornay am programm.
Wikipedia:
„Sie liegt im Tal der Amel am Fuße der Ardennen und ist ein Ort mit touristischem Hintergrund. Hauptattraktion sind die prähistorischen Grotten von Remouchamps, die bereits vor 8.000 Jahren von altsteinzeitlichen Jägern bewohnt wurden. Der Ort wird jährlich mehrfach bei einigen großen Radklassikern durchquert, um die bekannte Côte de la Redoute zu erklimmen.“
Bei kilometer 224 gibt’s labestion nr. 4, samt stempelmöglichkeit. Hier wird nicht lang gewartet, und weiter geht’s. Ab jetzt tut fast alles weh, und wir sind froh wenn wir in Liège sind. Die letzten kilomer, ca. 30 lt. Tacho, werden in hoch tempo abgelegt, und anscheinend findet man immer wieder kraft und motivation um weiter zu fahren.
Nach 10 stund ist die tour du tortur vorbei. Die startkarte wird im zielbereich abgestempelt, ich bekomme meine urkunde. Drauf steht meiner name, und dass ich mit erfolg die tour vollbracht habe. Ich möchte mich auch entschuldigen dass, jetzt jemand keine urkunde bekomme hat…….
Jetzt werden die räder ins auto verstaut, und machen uns bereit für das essen! Lt. Pulsuhr sind in etwa 7.000 kcal verbrennt, und die müssen nachgefühlt werden mit Pizza und Bier.
Fazit: Lt. Tacho: 253kM obwohl die ausschreibung nur 245 vorschreibt. Aber was machen 8 km aus auf 253km? Die höhenmeter sind diskutabel, irgendwie zwischen 3.700 und 4.055 meter. Die region „L’ardenne“ ist schön, bei uns vergleichbar mit dem mittelgebirge.
Nächstes jahr sicher wieder.
http://www.mountain-maniacs.at/wp-content/uploads/2010/08/route-lbl-245km-1.pdf
Http://www.gps-sport.net/routes/Luik-Bastenaken-Luik-2010-_-245km_61901#
Erstellungsdatum 12.08.2010 01:15:27
Ort Liège (Belgium)
Länge der Route 246.02 km
Aufstieg 4055 m
Abstieg 4059 m
(Die datei für Google Earth ist vorhanden, einfach email schicken.)
