Die Bude voll mit Mädels (Mimi hat Schulfreundinnen eingeladen) und mir fällt nix besseres ein, als fluchtartig das Haus zu verlassen um biken zu gehen…. schön blöd. Aber auch so ein nächtlicher Ritt auf dem Drahtesel hat seine Vorzüge – jedoch nur wenn bestimmte Voraussetzungen passen. Und die waren heute (5.11.) fast perfekt: schönes Wetter (zwecks Aussicht ;), ein mir gut bekannter Forstweg bergauf u. Trail bergrunter (zwecks Sicherheit), potente Beleuchtung (zwecks Sicht, auf die ich mich diesesmal verlassen konnte), südseitig exponiert (zwecks Schnee). Perfekt wäre es gewesen, wenn ich noch einen Mitstreiter gehabt hätte (zwecks Unterhaltung und Sicherheit), aber die sind für solche Aktionen dünn gesät und von den paar hatte leider keiner Zeit.
So startete ich alleine um halb Acht auf der Hungerburg und kurbelte auf dem Forstweg in teils mystischer Umgebung (bei Tag hatte ich nie so ein Gefühl…) auf die Seegrube. Hier war dann Schluss mit mystisch – zuviele Leute ließen sich das “Friday-Night-Dinner” hoch über Innsbruck schmecken. – Dann doch lieber Friday-Night-Ride habe ich mir gedacht und mich auf das Bergabvergnügen auf dem Nordkette-Singletrail gefreut. Der Trail ist derzeit zwar offiziell gesperrt (Wintersperre-die Bahn nimmt keine Biker mehr mit), einige Obstacles sind abgebaut und beiseite geräumt, aber trotzdem (bei vorausschauender Fahrweise) tadellos befahrbar. Das Gefühl i.d. Nacht ist halt ein bisschen anders als am Tag, aufgrund des (begrenzten) Lichtkegels nimmt man die Umgebung (hereinstehende Äste, Latschen etc.) schlechter wahr, jedoch ist man viel fokussierter auf das Wesentliche und Geländekontouren sind aufgrund des Flutlichts sehr gut zu erkennen – Alles in Allem ein geiles Gefühl.
Fazit: 1100Hm, Biketour in bekanntem Terrain, jedoch mit gänzlich anderem Feeling, herrliche Blicke auf das nächtliche Innsbruck, sehr technischer, anspruchsvoller Trail – bei perfekten Bedingungen (s.o.) empfehlenswert.
