Erster Ausflug: Anfang Mai sind wir (beide Flo’s) zum zweiten mal auf die Bettelwurfhütte rauf. Am Vortag hat uns leider der Nebel einen Strich durch die Rechnung gemacht und wir mussten wieder zu Fuß absteigen. Diesmal jedoch Traumwetter, keine Turbulenzen und ein wunderbarer Flug.
Zweiter Ausflug: Für den Bewerb Crossalps, wo FloE (ich) im Juli startet braucht man eine zusätzliche Berechtigung, den Überlandschein (B-Schein). Dazu muss man ein paar einfache Manöver fliegen können und etwas an Strecke und Zeit zurücklegen. Nach einer theoretischen Prüfung und einem Streckenflug ists dann erledigt. Dazu gings wieder ins Zillertal. Mit Funkunterstützung durch einen Weltcup-Piloten kann man ganz schön Höhe gewinnen und zum ersten mal gings für mich weit über eine Stunde das Tal entlang auswärts und wieder zurück. Den Funk braucht man, im Gegensatz zur Grundschulung nur im Notfall oder um sich abzusprechen. Die restliche Zeit ist man mit der Thermik, den anderen Piloten und so manch großem Greifvogel beschäftigt. Am Abend gings noch zum soaren (durch starken Talwind an einer Felswand hin und her fliegen) zum Penken. Stundenlang, Höhe gewinnen und dann wieder gemütlich absinken.
Dritter Ausflug: Die beiden Flo’s wieder vereint, am Nachmittag ist etwas Regen angesagt. Früh starten wir mit schnellem Schritt ins Fallbachkar. Der Aufstieg gelingt super, etwas Aufwind und das Wetter ist noch besser als gedacht. Für mich wars ein relativ unspektakulärer Flug, doch irgendwie kommt der FloK nicht zum Landeplatz. Am Anfang dachte ich noch, er genießt noch irgendwo die Thermik und kommt bald. Nach ca 20min der Anruf, FloK ziemlich gelassen: “Hab die Kurve nit gschafft, häng im Baum, nix passiert, steig ab und hol mir den Schirm runter”. Ich verständige die ILL und klär alles auf, dass kein Einsatz notwendig ist etc… Der Gedanke von mir war, er ist ganz knapp beim Feld in einen staudenhohen Baum rein und wenn ich mit dem Auto da bin ist schon aller erledigt. Als er mir dann seine Position am Handy (google maps :) ) sagt, hab ich daran schon etwas gezweifelt. Nach 15min verdammt steilem Aufstieg durch den Wald, seh ich den Schirm in der wohl höchsten Fichte vom Zunterkopf hängen, ca 20min über dem Grund. FloK ist bis auf eine 3cm Schürfwunde nix passiert, redet schon von neuem Schirm und was ich am Abend vorhab. Wahrscheinlich hat des Adrenalin auch ganz sonderbare Auswirkungen auf ein paar Menschen ;).
Schnell heimfahren, Klettersachen holen und den Schirm holen. Der Aufstieg dauert ewig, 1h – unzählige Schürfwunden und mit keiner Kraft häng ich dann 2m unter der Baumkrone. Die letzten drei Wochen, kein Tropfen Regen. Genau da oben, Wind und kurzzeitig volle Regen. Der FloK ruft mir derweil vom Boden aus rauf: “Kennst du eine Julia? I skype grad mit ihr”… Nach einer kurzen Wetterbesserung und ummagemurkse am Schirm muss ich wieder abklettern, die Leinen sein total verfangen.
Fazit: FloK ist wohl auf und um eine Erfahrung reicher! Enge Kurven bei hohen Bäumen gehen nit immer gut aus.
