Schon vor einigen Wochen hab ich mal mit dem Höger Alex von der Bergrettung ausgemacht diese Tour zu klettern, leider kam ihm damals was dazwischen und wir mussten unser Vorhaben verschieben.
Vom Ortsteil Obern in der Leutasch aus (gratis Parken möglich, es finden sich einige Plätzchen, die auch legal sind) machen wir uns mit den Mountainbikes auf den Weg zur Wangalm. Nach ca. 1h und den teilweise äußerst knackigen und groben Schotterrampen kommen wir bei selbiger an und gehen gemütlich über die sattgrünen Almböden der Wangalm weiter zum Scharnitzjoch, wo uns eine ganze Schafherde hinterherläuft. Zeit von Alm bis Einstieg wieder ca. 1h.
Der Einstieg der Siemens Wolf Führe befindet sich genau an dem Punkt wo der Jochgrat an die Wand anstoßt, also eigentlich nicht zu verfehlen (TOPO siehe HIER). Die Tour geht im unteren Bereich immer im 3. oder 4. Schwierigkeitsgrad, die Stände sind mit je 2 Klebehaken versehen und als Zwischensicherung gibts meist 2-3 Bohrhaken pro SL. Friends oder Klemmkeile plus Schlingenmaterial sind meiner Meinung nach schon mitzunehmen, das Gelände bietet auch viele Möglichkeiten zum sichern. In der 5.SL muss man dann, wie im Topo eingezeichnet, durch eine Rinne raufklettern, danach sieht man leicht rechts schon die nächsten Standhaken blitzen (um die klassische Führe zu erreichen: nicht so weit nach rechts wie im Topo eingezeichnet). Von diesem Stand gehts dann in bombigem Fels, durchgehend ausgesetzt und schön zu klettern, rauf zum Ausstieg, auch in dieser Seillänge bieten sich wieder viele Möglichkeiten zum selbst absichern. Der Ausstieg befindet sich auf dem Westgratturm der Schüsselkarspitze.
Der Abstieg is dann a bisserl speziell: man turnt auf dem durchwegs ausgesetzten Grat ca. 30-40m westwärts zu einem Felskopf (II-III), an dessen Hinterseite der Abseilbohrhaken steckt (nur einer); man seilt auf das Geröllplatzl ab und es geht weiter wie im Topo beschrieben.
Fazit: super Tour, gut zum alpine Erfahrung sammeln, Material wie im Topo beschrieben mitnehmen, Abstieg besonders konzentriert machen (liegt viel Mull drin)
