Nachdem wieder mal schönes Wetter angesagt war und ich in der Heimat bin, musste eine schöne Klettertour her. Für dieses Schmuckstück an Karwendelkletterei konnte ich Alex Höger von unsrer Bergrettung begeistern.
TOPO und BESCHREIBUNG gibt’s HIER (meine Angaben beziehen sich alle auf dieses Topo)
(übrigens: das Panico-Topo aus dem Karwendelführer vertauscht die Varianten gegenüber dem auf bergsteigen.at)
Mit dem Auto bei Pertisau rein Richtung Gramai und schon davor bei einem kleinen Parkplatz, wo der Weg aufn Bärenlahnersattel abzweigt, parken. Zuerst auf selbigem Weg, dann teilweise durch ein Bachbett und einen Großteil über Schrofen im 2ten Grad (nicht 1-, wie im Topo) zusteigen.
Der Tag ist schon gerettet, als wir in den Schrofen unterhalb der Tour zwei Steinböcke antreffen, die sich in stoischer Ruhe an der Morgensonne erfreuen. I glab, i hab no nie einen in freier Wildbahn gsehen…
Der Einstieg unserer Tour befindet sich NICHT BEI DEM IRREFÜHRENDEN ROTEN PUNKT AM WANDFUSS, sondern ca. 20-30m links davon, bei einer kleinen Einbuchtung im Fels (->Sanduhr).
Die Tour an sich ist ein Hochgenuß an Wand- und Plattenkletterei, manchmal muss man auch Risstechnik anwenden, traumhaft…
Leider rinnen nach den starken Regenfällen der vergangenen Wochen in mehreren SL kleine Bächlein über die Tour (teilweise an der Schlüsselstelle), ein mal muss ich mich einer Schlinge bedienen, der Rest geht ohne Schwindeln.
TIPP: Nicht nach mehrwöchigen Regenfällen die Tour gehen!
Zur Absicherung: In den schwierigen SL gute Absicherung (Bohrhakenabstände 3-6m), in den leichteren teilweise große Abstände bzw. überhaupt keine Absicherung und auch keine Möglichkeit (kompakte Platten); KEINE PLAISIRTOUR!
TIPP: wer nicht gerne ohne Zwischensicherung klettert, kann die 6. SL nach rechts über ein Schotterband umgehen!
Fazit: Traumtour in allerbestem wasserzerfressenem Karwendelkalk, 6ter Schwierigkeitsgrad obligatorisch, nicht nach Regenfällen, Zu- und Abstieg bei Regen ungut, Ostwand = ab Mittag keine Sonne mehr, schöne Szenerie
