Was im ersten Moment ein bisschen unanständig klingt ;-) ist in Wirklichkeit ein schöner markanter Gipfel im Hochstubai. Wir, das sind Rainer Prinz, Andi Klinger und AlexH, fahren mit den Rädern von Gries im Sulztal bis in den Boden hinter der Amberger Hütte. Ein traumhafter, leicht herbstlicher Tag erwartet uns. Im Zustieg zum Grat überholen wir ein paar etwas verwirrte Touristen, die scheinbar den Einstieg vom Grat nicht finden. Keine Ahnung wie man einen Grat verfehlen kann, wenn's auf boade Seitn oi geht, dann is ma am Grat... Der Zustieg ist mit insgesamt 1500hm schon sehr lang, die tolle Landschaft (großer Gletscher) erleichtert jedoch die Mühen. Bei der Scharte auf 3096m am Grat beginnt die Kletterei. Andi und Rainer haben sich für Kletterpatschen entschieden, während ich bei die grob'n Goiserer bleib, was auch im Nachhinein auch absolut kein Problem war. Die Kletterei ist nur an einigen Stellen ausgesetzt und meist recht moderat von der Schwierigkeit (II-III, stellenweise IV) her. Man kommt in einen richtigen Fluss, weil man schnell und gleichmäßig höhersteigen kann. Traumhaft... Für erfahrene Alpinisten ist die Tour auch ohne Seil machbar. Die Kletterstrecke überwindet ca. 250-300hm, wir brauchen mit durchgehendem Sichern ca. 2h. Der Gipfel bietet ein tolles Panorama, man sieht von den Tuxern bis zum Kaunergrat alles was Rang und Namen hat. Nach gemütlicher Gipfeljause beginnen wir mit dem Abstieg, der zwar stellenweise zum Aufpassen ist, aber insgesamt sehr gut verläuft (mit Punkten sehr gut markiert). Danach folgt noch ein langer Hatscher zurück zu den Rädern und schlußendlich zur Amberger Hütte, wo die wohlverdiente Hopfenkaltschale und die obligatorischen Kasknödel warten... Ganz nebenbei hab i dann a no an Patschn beim Radl (gottseidank aber an Schlauch und a Pumpn dabei) und der Andi vergisst auf der Hüttn sei Sonnenbrille, was ihm dann nach 1800hm nochmal 200 extra Höhenmeter verschafft (jaja, manche habn halt nie genug). Fazit: tolle Tour, landschaftlich sehr schön (Gletscher, Grat, Panorama), sehr langer Zu- und Abstieg, unbedingt mit Radl machen, evt noch die Überschreitung zur Kuhscheibe dranhängen (IIIer Stellen), ab Gries ca. 4h bis zur Gratscharte (=Kletterbeginn), 2h Klettern, 3h Abstieg

3 thoughts on “Wilde Leck Ostgrat

  1. super trupp beisammen, wunderschöne fotos! und da andi wollts noamal wissen, i glaub der hat die brille extra oben vergessen :) …

  2. sehr schöne gratbesteigung – do wär i gern dabei gwesn. sensationelles gratfoto mit sicherungsseil!

  3. ja lässig – hab leider schon bei einem fußballturnier zugesagt, sons wär ich gern dabei gwesen!

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