So, jetzt scheint es geschafft zu sein! Einerseits meine Schreibfaulheit  zu überwinden, andererseits auch die Bergrettungsausbildung abzuschließen.

Am Samstag vor einer Woche gings mit der Steffi in ihrem roten Flitzer nach Galltür. 24 willige Bergretterinnen und Bergretter trafen sich dort, um gemeinsam mit dem Bike zum Ausbildungszentrum Jamtal zu fahren. Das Gepäck wurde von den Ausbildnern mit dem Auto geliefert und so konnten wir gemütlich ohne Regen zur Hütte fahren.

Die ersten zwei Tage verbrachten wir mit Materialcheck und -kunde, Knoten, Standplatzbau, Abseilen, Seil- und Sicherungstechnik und Verankerungen und dem Erste Hilfe Seminar.

Am dritten Tag gings dann zur Sache. Bei wolkenlosem Himmel gings über den strahlendweisen Totenfeldferner zu einer Kletterei im IV Grad auf die große Totenfeldnadel  - weiter über den Grat zur kleinen Totenfeldnadel, die im VI Grad bestiegen wurde. Von dort haben wir uns direkt zum Gletscher retour abgeseilt - ca 50 m. Beim Retourgehen über den Gletscher, brach dann unser Ausbildner Uwe in eine Spalte ein, blieb aber mit der Schulter stecken und konnte sich selbst befreien, die Steffi brach auch noch zwei Mal bis zur Hüfte ein, ihr ist aber "Gott sei Dank"  auch nichts passiert. Ein schöner Tag wurde dann im Ausbildungszemtrum mit genügend Flüssigkeit und vor allem Sulfit- (beinhaltet so mancher Wein) zufuhr beendet.

Liftberge- und Zweibeinübungen, Mannschaftsseilrolle, Mannschaftsflaschenzug, Expressseilrolle, Standplatzbau, Vor- Nachstieg mit Sicherungs- und Bergetechniken wurden die nächste Tage geübt und geprüft und eine Bergung aus einer Wand wurde von den angehenden Bergrettern als Gesamtübung durchgeführt. Eines der Highlights war auch der Tauflug am Hubschrauber.

Zwischendrinn machten wir mit Uwe noch eine Erstbegehung über eine Wand auf das westliche Gamshorn. Für mich war es die erste alpine Tour und es war einfach nur grandios. Topo siehe Foto! Sechs Seillängen, die fünfte mit der Schlüsselstelle im V Grad. Uwe ist nun doch schon einige Jahre im Ausbildungszentrum und mittlerweile Ausbildungsleiter, aber mit einer Gruppe hat er noch keine Erstbesteigung gemacht - somit waren wir alle stolz auf das Geleistete und wir wissen, dass diese Tour für die Ausbildung noch oft benutzt wird.

Der Abschlußabend war ein grandioses Fest, mit einer Trommel Jam Seassion (mit allem wurde getrommelt und jeder machte mit) bei dem nochmals klar wurde, dass die ganze Truppe super harmoniert hat und ein super eingespieltes Team war.

Fazit: Zu jeder Aktion hatten wir das richtige Wetter, wenig Schlaf, mehr Flüssigkeitszufuhr als Verlust, es war einfach lässig.

6 thoughts on “Bergrettungsausbildung Sommerkurs

  1. super bericht, und des mit der erstbegehung ist ja a gewaltige sache – alle wollen sowas einmal und nur wenig können des so prima machen!! BRAVO!!

  2. coole sache mit der erstbegehung! auch das mit der richtigen flüssigkeitszufuhr muss immer wieder wiederholt werden, denn vor allem das vergisst man sehr schnell, so mancher schon am nächsten morgen

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