Zu meiner Schande muß ich gestehen, dass ich schon über 10 Jahre nicht mehr auf dem höchsten Berg Österreichs stand! Um diesem Zustand Abhilfe zu schaffen stürmten ;-) Georg und ich gestern über den Stüdlgrat den Gipfel. Um etwaigen Stauungen am Grat aus dem Weg zu gehen starteten wir erst um 8:30 am Lucknerhaus. Mit den Laufschuhen bewaffnet ging es zügig voran, an der Lucknerhütte vorbei auf die Stüdlhütte und weiter bis zum Anfang des Gletschers – dem Taischnitzkees, wo wir ein Upgrade auf Hochtourenausrüstung vornahmen. Der Einstieg zum Stüdlgrat bzw. SW-Grat stand dann unmittelbar bevor und die Vorfreude auf die bevorstehende Gratkletterei wurde durch die perfekten Bedingungen noch größer! Die ersten Meter am Grat sind meist mit 2 bewertet aber durch den Neuschnee und die kurzen eisigen Passagen wurde immer brav auf die Sicherung geachtet ;) Nach nicht ganz 3 Stunden erreichten wir das Frühstücksplatzl auf 3550m und um dem Namen alle Ehre zu machen war eine kurze Pause zum Auffüllen unserer Speicher unumgänglich. Ab hier beginnen dann die etwas schwierigeren Abschnitte (bis 3+), aber mit Hilfe der Bohrhaken und zwei Stellen mit Drahtseilversicherungen sind auch diese, trotz der Ausgesetztheit des Grates kein größeres Problem! Am Gipfel angelangt genossen wir bei bestem Wetter die grandiose Fernsicht! Der Abstieg über die Glocknerscharte auf den Keinglockner und weiter zum Glocknerleitl sollte auch nicht unterschätzt werden, aber zur Zeit herrschen perfekte Bedingungen am Normalweg. Nach der Erzherzog Johann Hütte (Adlersruhe) beginnt ein kurzer und leichter Klettersteig der fast hinunter bis zum Ködnitzkees führt. Entlang des Gletschers gelangten wir dann wieder zurück zum Aufstiegsweg unterhalb der Stüdlhütte. Fazit: wunderschöne hochalpine Tour!

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