Bei prächtigem Wetter hab ich am Sonntag den schon längst überfälligen Barthgrat in Angriff genommen (AlexR und ich hatten ihn ja schon mal vor 7 Jahren probiert). Mit dem Zug nach Scharnitz, bis hinter die Mösl Alm mit dem Bike. Obwohl ich mir den Einstieg in den Jagersteig Richtung "Porten" schon mal angeschaut habe, habe ich ihn nicht wieder gefunden. Ziemlich pfeils-gerade gings teilweise durch mühsam Latschen rauf zum Felsentor. Danach die Querung über Wiesen und Schutthalden relativ problemlos, wie auch der Anstieg auf den Katzenkopf aus "den Flecken" (ca. 1h 45 min Forstweg-Gipfel). Nach dem 2ten Frühstück ging's weiter auf den eigentlichen Grat. Gleich am Anfang Bruchhaufen par excellence aber alles im grünen Bereich. Ca in Gratmitte erreicht man eine tiefe Scharte. Klier schreibt "jenseits über eine steile gelbe Wandstelle empor". Die gelbe Wandstelle umging ich rechts in leichterem, halbwegs kompaktem Gelände. Der weitere Gratverlauf ist sehr schön und auch die Felsqualität ist durchgehend gut. Vom Katzenkopf bis zur mittleren Jägerkarspitze brauchte ich ungefähr 1h 15min, bin da immer sehr vorsichtig. Weiter auf die südliche Jägerkarspitze und über übelst mühsamen Bruchhaufen runter in die Flecken (ACHTUNG: nicht zu weit oben queren, sonst heißts weiter drüben wieder abklettern) und durch die Porten runter zur Mösl Alm (Abstieg 1h 30min). Auf selbiger wurden dann die Glykogen- und Fettspeicher durch massiven Verzehr von Kaiserschmarren und Buttermilch aufgefüllt. Pipifein! Danach ging's noch bike-tragenderweise rauf aufs Solsteinhaus und über den geilsten Karwendel-Trail im Geschwindigkeitsrausch runter ins Inntal! Fazit: Traum Bike/Bergtour, lang/anstrengend, alpine Erfahrung für den Grat erforderlich, sehr sonnen-exponiert Am Montag gab's noch einen Urlaubstag. Mit Robert (Arbeitskollege) startete ich von Toblach zur verkürzten Stoneman-Trail Runde. Zuerst über einen traumhaft fahrbaren Forstweg auf's Marchkinkele (2545m, bis zum Gipfel mit Bike). Die Abfahrt führt dann über den leider zu kurzen (ca 500 hm) Trail Nr 3 bzw 3A und dann 700 hm Forstweg runter nach Winnebach. Laut Kompass Karte könnte man aber sicher auch über den Köcker Kaser (Trail Nr. 2) runter nach Ambach fahren. Weiter ging's derbst angeschlagen (beide waren wir am Vortag bereits schwerst aktiv - bei mir machte sich ein leichter Muskelkater breit) in Osttirol auf die Leckfeld Alm. Dort wurden die Energiespeicher bei diversen Köstlichkeiten aufgefüllt. Danach der totale Hammer, der Anstieg auf die Sillianer Hütte: Verwegen steil und grob wie nur irgendwas. Ab der Hütte führt ein Trail auf einer Höhe von 2500 m meistens fahrbar am Karnischen Grenzkamm entlang - ein Traum! Wir fuhren den Trail bis zum Hochgräntenjoch und bogen dann über Weg 14 und 13 zur Klammbachhütte runter. Der Weg 13 führt dann noch teilweise als Forstweg, teilweise als Pfad bis ins Dorf nach Sexten. Hammer - von 2400 runter auf 1300 größtenteils super Trails. Zurück ging's dann noch über Asphalt nach Toblach. Fazit: super Tour, 1te Abfahrt sicher besser über Köcker Kaser nach Ambach (mehr Trail-Ausbeute), 2ter Anstieg sehr knackig, Gratpassage traumhauft, der "originale" Stoneman-Trail geht weiter bis zum Passo Silvella, Markierung des Stoneman Trail recht gut mit grünen Symbolen auf Straße/Steinen, kurzes Karten-Studium vorher jedoch sinnvoll

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