Relativ kurzfristig entschloss ich mich am Worldgames of Moutainbiking Langdistanz-Marathon in Saalbach teilzunehmen, da wir sowieso zum Geburtstag des Schwiegervaters nach Saalbach fuhren. Sehr sympathisch, bei der Nachmeldung am Freitag abends keine Nachnenngebühr und endlich mal ein schönes brauchbares Starter-Paket-Shirt. Danach noch die Speicher mit Nudeln und Gemüse füllen und ab in der Heia. Am Start standen über 800 Freaks, die aus 4 (!!) Strecken auswählen konnten: 31km/1160hm, 43/1980, 58/2920 und 80/3680. Ich nahm mir die ganz lange vor, man musste sich jedoch nicht vor dem Rennen entscheiden, sondern konnte noch währenddessen (seinem Befinden nach) umdisponieren. Vom Start in Hinterglemm raus nach Saalbach fehlten mir auf der leicht abwärtsführenden Bundesstrasse die großen Gänge mit meiner Custom-1x9-fach Übersetzung und ich sah wohl eher wie eine Nähmaschine aus. Doch die paar Sekunden konnte ich im ersten Anstieg übers Spielberghaus auf die Panoramaalm hinauf wieder locker reinholen. Dann Forstweg-Gebolze, am Ende kurz abgelöst durch die Bikeparkstrecke "Milka-Line", zurück nach Saalbach und über Feldwege raus nach Jausern, wo der 2te und längste Anstieg auf den Schattberg startete. Am Anfang noch recht gemächlich wird der Weg zunehmend steiler. Die letzten 200 hm auf den Ostgipfel sind dann wirklich unmenschlich immer über 20% steil und grob. Die Traverse rüber auf den Westgipfel ist auch nicht gerade von schlechten Eltern: Wenn's auch nur 100 hm sind, die Steigung hat hier großteils über 30%. Vom Westgipfel geht's dann immer spaßig über den gleichnamigen Trail runter zur Hackelberger-Alm. Hier konnte man wirklich einige Leute überholen ohne dabei Körner zu lassen. Weiter dann im Cross-Country-Modus (auf und ab und sehr wurzelig) über die Huberalm auf die Ellmaualm im Schwarzachergraben. Mittlerweile meinten meine Oberschenkel, sie müssten sich verkrampfen, was ich nicht ganz verstand, da ich mich noch sehr stark fühlte (später im Rennen fand ich heraus, dass die Sattelstütze um 2.5 cm abgerutscht war und ich zu tief saß). Ab der Ellmaualm steht man dann vor einem richtigen Problem: Fast 2500 Rennhöhenmeter bereits in den Beinen und es folgt ein 500 hm langer Abschnitt zum Seekar hinauf der nie unter 20% hat und meist extrem grob ist. Im übersichtlichen Gelände konnte ich zumindest sehen, dass auch die Fahrer vor und hinter mir aus dem letzten Loch pfiffen und somit waren die Qualen erträglicher. Vom Seekar geht's nach kurzer Abfahrt noch sehr steil rauf auf den Zwölferkogel, wo die Energie- und Wasserspeicher noch gefüllt wurden (an dieser Stelle sei erwähnt, dass die Labestationen wirklich TOP waren, wie generell die Organisation). Runter ging's großteils über Forstwege, kurz über Trail nach Wiesern. Dort nahm ich mir dann doch die Zeit, die Sattelstütze zu inspizieren und bemerkte das vorher erwähnte Malheur. Im folgenden relativ leichten Anstieg auf die Saalalm/Ossmanalm konnte ich wieder gut Speed machen und hatte keine Krämpfe. Über Wald und Wiesenwege ging's wieder raus nach Lengau und von dort weiter über einen (doch gar nicht so kurzen) Anstieg zur Rosswaldhütte. Nichtsdestotrotz fühlte ich mich immer noch recht gut und konnte im Wiegetritt noch 2 Leute einholen. Die letzte Abfahrt von der Rosswald führt dann großteils über Forstweg über die Pfefferalm runter ins Ziel in der Fußgängerzone in Hinterglemm. Ergebnisse gibt's HIER Fotos gibt's HIER (Startnr 888) Fazit: super organisierter Marathon, könnte ein paar Trail-km mehr haben, anspruchsvolle Strecke, nächstes unter 5h

2 thoughts on “Worldgames of Mountainbiking

  1. sauber alex, super gmacht und klingt echt nach am coolen rennen!! 1×9 übersetzung stell ich mir im wahrsten sinne des wortes ein wenig zahnig vor ;)

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